So gestaltest du deinen Shooting-Tag am besten!

Hey du, schön, dass du wieder vorbei schaust.


heute soll es um den großen Tag gehen - den Shooting-Tag. Nach langer Planung ist die Durchführung des Shootings für mich immer ein enorm wichtiger Tag. Bis ins kleinste Detail habe ich alles ausgearbeitet, geplant und abgesprochen. Nun soll natürlich alles perfekt werden. Am Abend davor lege ich mir alles, was ich für den nächsten Tag benötige, zusammen an einen Ort, damit ich auch ja nichts vergesse. An was du alles denken musst, hängt natürlich auch davon ab, an welchem Ort dein Shooting stattfindet. Egal ob zu Hause, in einem Studio, draußen oder an einem anderen Ort, am besten machst du dir eine Art "Packliste", auf der du zum Schluss abhaken kannst, was du schon hast und genau sehen kannst, was noch fehlt. Also eine Art To-Do-Liste, die du Stück für Stück abarbeiten kannst. Für mich ist das die einfachste und effektivste Methode. Vor längerer Zeit habe ich mir eine Liste erstellt, die mein häufigstes Equipment enthält. Außerdem stehen auch Dinge drauf, die ich nicht ständig brauche, die ich so aber trotzdem immer auf dem Schirm habe. Vor jedem Shooting kannst du diese Liste natürlich nochmal individualisieren und ergänzen. Wenn du meine Liste als PDF haben möchtest, dann findest du sie HIER.


Nun aber zum Shooting-Tag.





Vorbereitung ist die halbe Miete!


An einem Shooting-Tag, können viele Dinge geschehen, die man nicht vorhersehen konnte. Aus diesem Grund sollte dein Tag so gut vorbereitet sein, dass du dich dann auf diese Dinge konzentrieren und schnell reagieren kannst. Ein gewisses Maß an Flexibilität und Kreativität ist da natürlich gefordert. Aber meist sind die Situationen, die schief laufen, nur halb so schlimm, wie es am Anfang wirkt. Bleib gelassen und versuche Ausweichmöglichkeiten zu finden. Nichts ist schlimmer, als sich von solchen Situationen den Tag vermiesen zu lassen.


Ein zweiter wichtiger Punkt ist das Zeitmanagement. Auf die Pünktlichkeit des Models und der Make-Up-Artisten hast du meist keinen Einfluss, viel wichtiger ist also, dass du selbst pünktlich bist. Ich kann dir empfehlen schon eine halbe Stunde bis Stunde zuvor am Shooting-Ort zu sein. So kannst du alles schon vorbereiten, bevor dein Team da ist und alle können dann sofort an die Arbeit gehen.

Du kannst zum Beispiel:


  • dein Licht-Set aufbauen

  • Verpflegung hinstellen und schön anrichten (Bestellen geht immer, aber ich denke für Getränke und kleine Snacks sollte gesorgt sein.)

  • Platz schaffen für die Make-Up-Artisten (Am besten einen Platz wählen, wo viel Tageslicht ist. Es gehen auch Tageslichtlampen, aber natürliches Licht ist am besten.)


Natürlich hast du auch genug Zeit alles vorzubereiten, während das Model geschminkt und frisiert wird, aber wäre es nicht viel schöner, sich um seine Gäste zu kümmern? Gespräche führen, sich austauschen, für Stimmung sorgen und den Ablauf nochmal durchgehen? All diese Punkte treffen sowohl auf freie Shootings als auch auf Kundenprojekte zu, wobei ich es bei letzterem noch wichtiger finde persönliche Kontakte herzustellen. Du möchtest ja vor allem gut in Erinnerung bleiben und für ein angenehmes Arbeitsklima sorgen. Ein wichtiger Punkt ist für mich auch immer das Essen. Entweder es wird bestellt, oder wenn niemand Hunger hat, dann reichen auch ein paar Snacks. Vielleicht kannst du auch schon zuvor erfragen was dein Team mag, oder nicht essen kann und will? Sie werden es dir auf jeden Fall danken, denn so ein Tag kann schon mal lang werden und gerade, wenn du früh startest, hat es vielleicht nicht jeder geschafft zu frühstücken. Das Wort "Team" bedeutet für mich auch, man kümmert sich gegenseitig umeinander.


Die, für mich, wichtigste Regel ist: Weiche nicht von deinem Plan ab! Du hast dir doch nicht umsonst die Mühe gemacht ein Konzept und einen Plan zu entwerfen, um dich zum Schluss nicht daran zu halten. Wenn dir irgendwas nicht gefällt, dann ändere es solange, bis du zu 100 Prozent zufrieden bist. Am besten hängst du dir dein Konzept Seite für Seite gut sichtbar auf. So kann jeder nochmal schnell einen Blick drauf werfen und sich daran orientieren. Mach allen klar, dass sie bei Rückfragen gern auf dich zu kommen können und besprich besondere oder heikle Punkte nochmal mit deinem Team.



Sollten dir noch kurzfristige Änderungen einfallen, welche nicht auf deinem Konzept stehen, dann solltest du dies unbedingt mit deinem Team absprechen. Ich kann dir empfehlen dies aber erst zum Schluss umzusetzen, nicht das du mittendrin alles auf den Kopf stellst und am Ende die Zeit für dein eigentliches Konzept fehlt. Außerdem kann so schneller Chaos entstehen und das möchtest du ja unbedingt vermeiden.

Wie oben bereits erwähnt solltest du unbedingt auf dein Zeitmanagement achten. Ich persönlich plane für meine Shootings meistens 6 Stunden ein. Ich habe für mich festgestellt, dass nach dieser Zeit meist die Luft raus ist und so langsam Erschöpfung bei allen Beteiligten eintritt. Ich für meinen Teil arbeite lieber 6 Stunden konzentriert, als länger und dafür nur halbherzig. Da gibt es jedoch keine Faustformel. Du solltest darauf achten, das der Spaß nicht verloren geht und die Stimmung nicht kippt. Natürlich ist das auch immer abhängig vom Team. Schau einfach, wie deine Shootings ablaufen und welche Zeitspanne für dich am besten passt. Es gibt natürlich auch immer mal Ausnahmen, bei denen ich dann länger arbeite. Wie bei jedem anderen Beruf auch, gibt es eben solche und solche Tage.


Nun wünsche ich dir viel Spaß dabei, bei deinem Shooting.

Nächste Woche gibt es einen weiteren Beitrag zum Thema „Wie treffe ich meine Bildauswahl".


Viel Spaß mit diesem Tipp und bei der Umsetzung. Hier gibt es die weitere Blogbeiträge.

Bis nächste Woche 

Dein Max

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